Psychomotorik – was ist das
” ist keine spezielle Methode und auch kein besonderes Lernprogramm, sondern der Versuch einer alltäglichen, natürlichen, kindgerechten, entwicklungsorientierten und ganzheitlichen
“Erziehung durch Bewegung und Spiel zum gemeinsamen Handeln.”
( Dietrich Eggert)
Wir haben uns zum Ziel gesetzt allen Kindern in unserer Einrichtung die vielfältigen Möglichkeiten des psychomotorischen Ansatzes, nicht nur im normalen Alltagsgeschehen, sondern auch durch
eine angeleitete Psychomotorikstunde während der normalen Gruppenzeit anzubieten.
Unsere Zielsetzung ist es Kindern eine breite Plattform zu bieten auf der sie vielfältige Erfahrungen machen können und so zu kompetenten jungen Menschen heranwachsen dürfen.
Wir arbeiten und handeln im gesamten Tagesablauf im Psychomotorischen Ansatz. Nicht nur in der angeleiteten Psychomotorik Stunde“ anzubieten. Für uns ist es selbstverständlich, dass unser gesamtes Handeln und Wirken in allen Bereichen unserer Arbeit im psychomotorischen Ansatz erfolgen. Alle unsere Erzieher/innen sind psychomotorisch fortgebildet und bilden sich hier ständig weiter.
Die Psychomotorik bietet an:
– Ruhe und Bewegung (Grundbedürfnisse von Kindern)
“Kinder brauchen Bewegung – aber Kinder brauchen auch Ruhe. Beide Elemente zählen zu den Grundbedürfnissen von Kindern, deren Erfüllung für eine gesunde Entwicklung unverzichtbar ist. Über Bewegung setzt sich das Kind aktiv mit seiner Umwelt auseinander, es wirkt auf sie ein und passt sich ihr an, dabei lernt es sich selber, aber auch seine Umwelt und ihre Gesetzmäßigkeiten, kennen. Hierzu bedarf es jedoch neben dem aktiven Handeln auch des Innehaltens, der Ruhe, des Wahrnehmens und des Bewusstwerdens.” (Renate Zimmer)
– Ganzheitlichkeit
– Selbsttätigkeit
– Offenheit und Flexibilität
– Freiwilligkeit und Wahlmöglichkeit
– Bedürfnisorientierung und Entwicklungsgemäßheit
– Vertrautheit
– Erlebnis- und Lebensweltorientierung
– Verzicht auf Leistungsdruck und – vergleich/ Bekräftigung von Erfolgen
– Das Spiel
– Der Blick. Der Tonus. Der Dialog. Die Beziehung (erweitert: Passolt ( nach Kiphard)
In einer Psychomotorikstunde werden vor allem Erfahrungen gemacht.
Körpererfahrung Körper motorisch
Materialerfahrung Seele emotional / sozial
Sozialerfahrung Geist kognitiv
Psychomotorik geht von den Bedürfnissen und der Erlebniswelt der Kinder aus.
Psychomotorik betont die Selbsttätigkeit der Kinder.
Psychomotorik heißt jedes Kind in seiner Art annehmen und zu achten.
Psychomotorik ist der Verzicht auf Leistungsdruck und ‐ vergleich.
In der Psychomotorikstunde lernen Kinder durch Ausprobieren,
Entwickeln durch Versuch und Irrtum auf der Ebene von Erfahrungssicherung.
(Passold Michael 2006)
Im Psychomotorischen Spiel ist Platz für alles was die Kinder bewegt. In der Bewegung kommen die Dinge zu Tage die oft gut verborgen schlummern. Angst, Zorn, Schüchternheit,
Verletztheit, Kränkungen und vieles mehr.
Die Stunde gibt Raum und Schutz diese Gefühle zuzulassen, damit umzugehen und sich verstanden zu fühlen.
In der Psychomotorikstunde erfahren Kinder Wertschätzung, und lernen wertschätzend mit anderen umzugehen.
